Menschen bei Gameforge - Arne Bruns / Art Director

Stell dich doch kurz vor und erzähl uns, was genau du bei Gameforge machst und wie lange du schon Teil des Grafik Teams bist.

Mein Name ist Arne Bruns, ich bin Art Director bei der Gameforge und seit 2006 dabei. Seit 2013 bin ich in Karlsruhe, davor war ich sieben Jahre am Standort Berlin.
Als Art Director bin ich Coach und Berater und habe die fachliche Leitung der Grafikabteilung inne.

Beschreibe kurz deinen typischen Arbeitsalltag.

Vormittags ist es wichtig, dass man die Sachen checkt, die am Vortag erledigt wurden, und Feedback gibt, damit die anderen wissen, wie sie weiter arbeiten können. Da mein Job sich in erster Linie ums Feedback dreht, bin ich permanent Ansprechpartner für gestalterische Fragen.
Zum Feierabend hin nehme ich mir noch mal für jeden Mitarbeiter Zeit und mache bei allen eine kleine Visite, damit sich jeder abgeholt fühlt und wir alle Fragen klären können.

Nenne deine drei häufigsten Aufgaben am Arbeitsplatz.

Wir haben sehr viele Spiele und jedes Spiel hat eine eigene Positionierung. Mein Job ist es, im Sinne der Art Direction die Sachen gestalterisch in bestimmte Bereiche zu steuern. Dabei geht es um Farbkodierung, den Gestaltungsrahmen festzulegen, wie die Figuren aussehen sollen und um die Brand Gestaltung im Allgemeinen.
Mein Job ist es, die anderen zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie ihre Arbeit gut hinbekommen und besser werden.

Was macht dir als Art Director am meisten Spaß?

Prototyping. Das ist die Arbeitsphase, in der man Sachen ausprobiert, ohne feste Regeln zu haben oder sich auf Inhalte festlegen zu müssen. Ganz frei assoziiert einfach Sachen layouten und gucken, was passiert, quasi improvisieren. Man muss in dieser Phase definitiv die Angst ablegen, Fehler zu machen. Es ist extrem wichtig, Fehler machen zu dürfen, um befreiter kreativ arbeiten zu können.

Was macht dich und deine Position für Gameforge unverzichtbar?

Wichtig ist, dass ich die Leute motiviere, damit sie Spaß an dem haben, was sie machen und damit sie merken, wie sie besser werden und entdecken, was noch alles in ihnen steckt. Das ist mir ein Anliegen und darum bin ich für die Firma wichtig.
Gerade im Gestalterischen hört eine Veränderung nie auf, deshalb sollte man immer den Mut haben, sich zu hinterfragen. Meine Aufgabe ist es, das nötige Gespür zu haben, um die Leute zu packen und zu motivieren.

Warum hast du dich für den Beruf des Art Directors entschieden?

Für mich gab es immer nur eine Entscheidung: Entweder ich werde Profimusiker oder Grafiker. Am Ende habe ich mich für den Grafiker entschieden, weil das Zeichnen für mich so selbstverständlich ist wie für andere das Sprechen. Ich habe mich schon immer über das Zeichnerische ausgedrückt. Und ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich meinen Job ziemlich gerne mache.

Welche drei Worte beschreiben eure Zusammenarbeit im Team?

Das Wichtigste ist mir Vertrauen, auch im Hinblick darauf, dass jeder sich um seine Aufgaben kümmert, gerade weil die Kreativen etwas sensibel sind. Freude und Spaß an dem haben, was wir machen. An dritter Stelle ist die Ordnung. Nicht in Bezug auf den Schreibtisch oder dass alles im 90-Grad-Winkel liegt, sondern auf die Einstellung bezogen. Dadurch, dass wir sehr viele Spiele mit jeweils unterschiedlichen Vorgaben betreuen, müssen wir als Team und in unserer Servicestruktur sehr geordnet vorgehen, damit alle auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Was muss ein Bewerber mitbringen um in deiner Abteilung erfolgreich zu sein, sowohl in Bezug auf den Job als auch auf das Team?

Die Gameforge wird leider sehr oft nur als reiner Entwickler angesehen und viele Leute bewerben sich eher im produzierenden Bereich als Spezialisten, zum Beispiel Programmierer, Concept Artist, Level Designer usw.
Was wir in der Grafik suchen sind primär Allrounder. Wir brauchen Leute, die ein Bannerset machen oder eine coole Figur zeichnen können, die auch mal in der Lage sind, ein cooles Webseiten Layout zu machen und so weiter. Am liebsten sind mir Leute, denen man eine Handvoll Nägel und ein Stück Butter gibt und sie machen was Geiles draus. Da weiß man, dass sie improvisieren können und im kreativen Sinne aus Nichts Gold machen.
Bildungsgrad, Zeugnisse und Empfehlungen sind für mich nicht wichtig, weil die Qualitätsunterschiede für mich zu groß sind.
In erster Linie sieht man sehr schnell am Portfolio, ob jemand etwas drauf hat oder nicht. Wichtig sind für uns Talent, Ausdruckskraft, Abstraktionsfähigkeit und Teamfähigkeit, weil wir unsere Aufgaben nur als Team schaffen können.

Was macht für dich Gameforge zu einem besonderen Arbeitgeber?

In Bezug auf die Kollegen sind wir eine sehr menschliche Firma. Manchmal etwas chaotisch, aber man fühlt sich hier als Mensch sehr wahrgenommen. Wir haben auch den Mut uns zu verändern, denn nur wenn eine Firma agil ist, kann sie reagieren und sich neu ausrichten.

Welche Spiele interessieren dich besonders?

Ich bin das Klischee eines klassischen MMO-Spielers. Ich spiele Spiele gerne über einen sehr langen Zeitraum und das auch genreunabhängig. Ich bin der Typ Explorer, renne stundenlang über die Karte und erkunde die komplette Landschaft. Mich interessiert meist das Ganze. Das eigentliche Spiel passiert dann nur so nebenbei.

Was ist dein persönliches Gameforge-Lieblingsspiel und warum?

TERA hat mich immer wegen seiner unglaublichen Grafik und dem Environment Design fasziniert. Wenn man sehr visuell ist und in einer Landschaft steht, nach oben guckt und irgendwelche abgefahrenen Riesenblumen sieht, ist das einfach irre.

Und jetzt mal eine Inside-Story: Was war dein persönliches Highlight bei der Gameforge?

Alles, was mit der Gestaltung von Dropzone zu tun hatte, weil ich gemerkt habe, dass das Team anfängt, sich zu öffnen und Sachen aus sich selber heraus möglich macht. Es war quasi der Durchbruch in der Abteilung, und seitdem haben wir gute Schritte nach vorne gemacht.

Warum arbeitest du gerne in Karlsruhe und was ist dein Lieblingsplatz hier?

Alles, was mit dem zentrumsnahen Schlosspark zu tun hat, finde ich sehr schön, es hat schon richtig Kurcharakter. Nach sieben Jahren Halligalli in Berlin bin ich mit Absicht in ein Dörfchen in der Nähe von Karlsruhe gezogen.
Karlsruhe ist eine unglaublich schöne, sehr gepflegte und entschleunigte Stadt.

Für was begeisterst du dich außerhalb der Arbeit?

Auch wenn ich jetzt nicht mehr aktiv spiele: Musik. In jungen Jahren habe ich Trompete gespielt. Weil ich allerdings nur Noten spielen und nicht improvisieren konnte, habe ich auf Bass gewechselt und 17 Jahre in einer Band gespielt.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen oder erreichen?

Mein Traum wäre ein kleines Haus mit Atelier an der Küste Neuseelands. Einfach das Sein genießen – das wäre meine Vorstellung von Frieden. Was die Karriere angeht, interessiert mich weder ein Titel noch, für was er steht. Ich mache meinen Job, weil ich ihn gerne mache und nicht, weil er eine bestimmte Bezeichnung hat. Ich bin Art Director, weil es mir unendlich viel Spaß bringt.

Stell dir vor, Gameforge wäre eine Party. Welche Aufgabe hättest du vor, während und/oder nach der Party?

Ich würde am liebsten an der Bar stehen, Cocktails mischen und Gläser abwaschen, einfach weil man immer was zu tun hat.

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie verrückt bist du?

Die Frage ist, ob ich überhaupt verrückt bin. Ich glaube, ich bin nicht verrückt, zumindest finde ich mich selber sehr unverrückt. Manchmal komme ich nach Hause und sitze eine Stunde lang im Sofa, lese oder höre Musik. Privat bin ich ein sehr ruhiger Mensch, vielleicht auch als Ausgleich zu meiner Arbeit, weil man im kreativen Bereich natürlich verrückt sein muss. Wenn ich ruhig und entspannt bin, kann ich auch wieder auf mich selber achten und versuchen mir und meinen Kollegen gerecht zu werden. Also würde ich mich auf einer 4 einstufen.



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